Ostern als große Quelle der Hoffnung – ein ökumenischer Gruß an unsere orthodoxen Schwestern und Brüder

Das Osterfest 2026 macht erneut sichtbar, was Christinnen und Christen über Konfessionsgrenzen hinweg verbindet: die gemeinsame Hoffnung auf die Auferstehung Jesu Christi.

Während evangelische und katholische Gemeinden Ostern in diesem Jahr bereits am 5. April 2026 gefeiert haben, begehen viele orthodoxe Kirchen ihr Osterfest am 12. April 2026. Die unterschiedlichen Termine verweisen auf verschiedene kirchliche Kalender und liturgische Traditionen. Gleichzeitig wird deutlich, dass trotz dieser Unterschiede dieselbe zentrale Botschaft im Mittelpunkt steht: die Hoffnung auf neues Leben.

Der Internationale Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main nimmt dies zum Anlass, in diesen Ostertagen einen herzlichen Gruß an seine Mitgliedsgemeinden zu richten. Zugleich knüpft dieser Gruß an das bereits begangene Osterfest der protestantischen und katholischen Kirchen an, in dem in zahlreichen Gemeinden die Auferstehung Jesu Christi in Gottesdiensten, Gebeten, Musik und gemeinschaftlichen Feiern im Zentrum stand.

Inhaltlich lehnt sich der Gruß auch an die Osterbotschaft des Ökumenischen Rates der Kirchen an. Darin wird Ostern 2026 als große Quelle der Hoffnung in einer Zeit beschrieben, die vielerorts von Kriegen, sozialer Ungerechtigkeit, politischer Unterdrückung, Gewalt, Klimakrisen und religiöser Verfolgung geprägt ist. Gerade vor diesem Hintergrund erhält die Osterbotschaft für viele Christinnen und Christen weltweit ein besonderes Gewicht.

Der Blick auf Ostern ist dabei nicht nur rückwärtsgewandt. Die Feier der Auferstehung wird in vielen Kirchen auch als Ausdruck einer Hoffnung verstanden, die sich auf gegenwärtige gesellschaftliche und globale Herausforderungen bezieht. Der Gedanke, dass Leid, Angst und Unrecht nicht das letzte Wort haben, verbindet dabei viele christliche Traditionen – auch dort, wo liturgische Formen und kirchliche Prägungen unterschiedlich sind.

Für den Internationalen Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main ist diese Perspektive auch aus ökumenischer Sicht bedeutsam. Im Konvent kommen Gemeinden aus unterschiedlichen christlichen Traditionen zusammen. Neben protestantischen, katholischen und orthodoxen Kirchen sind im Netzwerk auch weitere christliche Prägungen vertreten. Diese Vielfalt gehört zum Selbstverständnis des Konvents und prägt das ökumenische Miteinander in der Rhein-Main-Region.

Gerade im internationalen und mehrsprachigen Kontext des Rhein-Main-Gebiets gewinnt diese Form der Zusammenarbeit an Bedeutung. Unterschiedliche Herkunft, Sprache und kirchliche Tradition werden dabei nicht nur als Unterschied wahrgenommen, sondern auch als Ausdruck einer gelebten christlichen Vielfalt. Ostergrüße über Konfessionsgrenzen hinweg setzen in diesem Zusammenhang ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit.

Der österliche Gruß versteht sich deshalb nicht allein als freundliche Geste zum Fest, sondern auch als Ausdruck eines gemeinsamen christlichen Bezugsrahmens. Wo unterschiedliche Kirchen aufeinander Bezug nehmen, wird ökumenische Gemeinschaft im Alltag konkret erfahrbar.

Vor diesem Hintergrund richtet der Internationale Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main in diesen Ostertagen einen herzlichen Gruß an alle seine Mitgliedsgemeinden. Verbunden damit sind die besten Wünsche für ein gesegnetes Osterfest sowie für Frieden, Zuversicht und neue Kraft.

Christus ist auferstanden.
Er ist wahrhaftig auferstanden.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert